Eine Webseite gehört mittlerweile schon zur Grundausstattung einer Firma und auch immer mehr Privatpersonen entdecken die Möglichkeiten des World Wide Web für sich und ihre Selbstdarstellung.
Doch gibt es zur Gestaltung einer guten Webseite auch einiges zu beachten.
Zu allererst sollte man sich vom guten alten Tabellenlayout verabschieden. Auch wenn man schon immer damit gearbeitet hat und sich doch so gut damit auskennt - "Das Gute ist immer der Feind des Besseren" oder anders ausgedrückt, "Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein". Von diesen Zitaten sollte man sich inspirieren lassen, die ausgetretenen Webdesign-Pfade zu verlassen und sich neuen Ufern zuzuwenden. Denn heutzutage gibt es bei Weitem bessere Möglichkeiten, gut zugängliche und zukunftsfähige Webseiten zu entwerfen.
Die Grundlagen dabei sind die Qualität des Quellcodes, die Trennung von Layout in Inhalt und die Verwendung von CSS und (X)HTML. Beachtet man diese Regeln, so profitieren alle Beteiligten. Sowohl Entwickler, Betreiber und die zukünftigen Nutzer der Webseite. Diesem sollte auch der Hauptaugenmerk bei der Entwicklung eines Projektes dienen, denn nicht der Entwickler oder Betreiber ist das Mass der Dinge sondern letztendlich der Internetnutzer, der die zur Verfügung gestellten Informationen oder Dienstleistungen nutzen soll. Denn was nutzt dem Betreiber ein noch so toller Webshop, den kein User bedienen kann und somit nichts bestellt. Der einzige Nutznießer, kurzfristig gesehen, dieser Sache ist der Webdesigner, der zwar für seine Arbeit bezahlt wird aber sich sicher keinen guten Namen damit machen wird. Also lieber so einfach wie möglich.
Ein weitere Punkt ist die klare Strukturierung und semantisch (Bedeutung) korrekte Aufbereitung der Inhalte. Dabei sollte man den Nutzer nicht schon auf der Startseite mit allen möglichen Informationen erschlagen. Wichtig sind eine klare und einfache Navigation, die auch ohne Java Script und dem neuesten Browser funktioniert. Auch von rein grafischen Menüs (Bilder) sollte man sich trennen. Erstens kann diese, ohne entsprechende Alt-Tags, keine Suchmaschine und kein sehbehinderter Mensch lesen, die Seite ist somit nicht nutzbar und zweitens verzögern diese den Ladevorgang der Seite und manche Nutzer haben die Anzeige von Bildern im Browser deaktiviert, denn nicht jeder surft mit DSL-Geschwindigkeit und das Hauptaugenmerk sollte doch klar auf dem Informationsgehalt einer Webseite und nicht vordergründig auf der designerischen Qualität liegen. Um nicht falsch verstanden zu werden, natürlich müssen die Informationen entsprechend "verpackt" werden, aber es zählt immer noch der Grundsatz "Form follows function" und Inhalt ist durch nichts zu ersetzen. Eine Seite die dem Nutzer keinen "Mehrwert" beschert kann noch so toll designt sein, sie wird dem Betreiber auf Dauer keinen Erfolg bringen.
Um es auf den Punkt zu bringen - Erst die Struktur und Inhalt, dann die Details und das Design! Der Besucher muss den Aufbau gut verstehen können, nichts sollte unnötig verkompliziert werden nur des Aussehens willen.